Das Emirat Dubai ist ein Teil Asiens, um genau zu sein, gehört es zu Vorderasien zu dem auch, neben den Vereinten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Oman, Kuwait, Katar oder auch Bahrain gehören. Die Stadt selbst ist Teil der Vereinten Arabischen Emirate, deren Hauptstadt allerdings Abu Dhabi ist. In den letzten Jahren ist die Einwohnerzahl Dubais stark angestiegen. Aktuell leben und arbeiten hier etwa drei Millionen Menschen. Rund 85 Prozent sind allerdings Ausländer, die in Dubai nur für eine gewisse Zeit bleiben um zu arbeiten. Man kann hier gut Geld verdienen. Unter den Ausländern sind auch etwa 10.000 Deutsche, denn viele deutsche Firmen haben in Dubai eine Niederlassung. Wer bereits genug Geld verdient hat kann in der Stadt auch seine Pension verbringen. Die Stadt hat ein junges Gesicht aus Glas und Stahlrohr aber sie ist auch alt. Die Geschichte Dubais reicht mindestens bis ins vierte Jahrtausend vor Christus zurück, wie archäologische Ausgrabungen belegen.



Dubai liegt an einer natürlichen Bucht, dem Dubai Creek am Südufer des Persischen Golfes. Hier lag mehr als hundert Jahre das Zentrum, denn früher lebte die Stadt von der Fischerei, von den Perlentauchern und vom Seehandel. Am Dubai Creek befinden sich also die ältesten Gebäude der Stadt, was relativ ist, denn die meisten stammen aus den 1960er Jahren. Hier ist alles niedrig, meist nicht mehr als zwei Stockwerke. Im Bastakiyyah-Viertel am Westufer hat man noch ältere Gebäude restauriert, man erkennt sie am markante Windturm-Design, das von persischen Kaufleuten Anfang des 20. Jahrhunderts importiert wurde. Das neue Stadtzentrum besteht dagegen aus Wolkenkratzern, die die Sheikh Zayed Road säumen. Zu dieser Skyline gehören die Emirates Towers, sie beherbergen ein Hotel und Regierungsbüros sowie das Dubai International Financial Centre, das in einem futuristischen bogenförmigen Gebäude untergebracht ist. Der bekannteste Wolkenkratzer ist der Burj Khalifa (2010 das höchste Gebäude der Welt). Er wurde nach dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate und Emir von Abu Dhabi, Khalifa ibn Zayed Al Nahyan, benannt.

Viele glauben, die Golfstaaten leben alle vom Öl aber im Fall Dubais ist das anders, das Emirat hat keine ölbasierte Wirtschaft. Den geringen Ölreichtum, den es zwischen den 1960er und 1990er Jahren hatte, nutzte man um Infrastruktur aufzubauen und den Handel anzukurbeln. Der Handel war immer und ist das Herzstück der Wirtschaft Dubais. Die Stadt hat zwei der größten Häfen der Welt und ein internationales Luftfrachtzentrum. Die Freihandelszone Jebel Ali wurde in den 1980er Jahren eingerichtet, um industrielle Investitionen anzuziehen. Die Produktion von Aluminium, Autos und Zement bringt viel Geld.
Nach dem Millennium hat man in Dubai erfolgreich ausländische Investitionen akquiriert. Es wurden mehrere Freizonen, ähnlich jener von Jebel Ali, eingerichtet, die es ausländischen Unternehmen ermöglichen, Geschäfte in Dubai, auch ohne lokalen Partner, zu tätigen. Die Freizonen waren ein Erfolg, die größte beherbergt mehr als 6.400 Unternehmen, von denen viele europäisch oder nordamerikanisch sind. In den 1990er Jahren begann die Stadt sich ein zweites Standbein als luxuriöses Touristenziel aufzubauen. Dann, um 1998, wurden 99-jährigen Pachtverträgen für Immobilien auch für Ausländer erlaubt, was einen Immobilienboom zur Folge hatte.

Das Dubai International Financial Centre eröffnete 2006. In der Verfassung der VAE ist eine eigenständige Rechtsordnung festgelegt, die nach einem separaten kommerziellen und zivilrechtlichen Rahmen, der auf dem englischen Common Law basiert fungiert. Sie richtet sich an internationale Finanzunternehmen, die eine Präsenz im Nahen Osten aufbauen möchten. Diese Unternehmen können Dubais geografische Lage nutzen, um die Zeitzonen zwischen den großen Finanzzentren in Europa und Ostasien zu überbrücken. 2009 brachen allerdings die Immobilien- und Finanzsektoren infolge der internationalen Kreditkrise zusammen aber ein Darlehen von 10 Milliarden Dollar aus Abu Dhabi half Dubai aus der Patsche und der Immobilienmarkt erholte sich schnell.
Dubai ist allerdings keine einladende Stadt für Fußgänger. Breite Autobahnen, heißes Klima und eine 365tägige Abhängigkeit von Klimaanlagen machen Dubai relativ unbequem für ausgedehnte Spaziergänge, daher fahren fast alle mit dem Auto, was sich an den Staus bemerkbar macht. Im frühen 21. Jahrhundert hat man aber neue Brücken, Straßen, Parks und ein vollautomatisches, fahrerloses U-Bahn-System gebaut, seither ist es besser.

Ein paar Worte zur Geschichte Dubais
Dubai hat sich aus Bur Dubai, einem kleinen Fischerdorf und einem Ort für Perltauchen, entwickelt, der erstmals im 18. Jahrhundert dokumentiert wurde. Dann wanderte die Maktoum-Dynastie in dieses Gebiet ein, heute die herrschende Familie des Emirats Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sind ein Teil der Āl Bū Falāsah, einem Stamm der Banū Yās-Konföderation. 1833 waren sie eine von vielen Familien die Abu Dhabi verließen, um den Fehden innerhalb der herrschenden Nahyan-Familie zu entkommen. Die Maktoum ließen sich in Bur Dubai nieder. Sie waren (und sind) gute Geschäftsleute. Sie senkten die Steuern und luden ausländische Händler ein. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts expandierte das damals noch kleine Dubai als Umschlagplatz für Waren aus Persien und Indien.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts investierte Dubai seinem bescheidenen Ölreichtum und fokussierte sich auf den Handel und ausländische Investitionen. Mit dem Geld aus dem Erdöl wurden die Infrastrukturprojekte (internationaler Flughafen, Trockendocks und ein Handelszentrum) finanziert. In den 1990ern diversifizierte Dubai seine Wirtschaft weiter, so entstand der Luxustourismus sowie der Immobilien- und Finanzsektor. Das erforderte qualifizierte, gut ausgebildete ausländische Arbeitskräfte. Sie holte man mittels steuerfreier Gehälter und der relativ stabilen Politik nach Dubai. Mit diesen Einwanderern aus anderen Teilen der arabischen Welt sowie aus Asien, Europa und Nordamerika wurde Dubai zu einer kosmopolitischen Stadt und galt als eine der liberalsten Gesellschaften der Region.

Die Siedlung Dubai ist seit 1799 bekannt. Der Scheich des Emirats, damals noch minderjährig, unterzeichnete den von den Briten geforderten Friedensvertrag (1820), das Gebiet war allerdings bis 1833 von Abu Dhabi abhängig. In diesem Jahr verließ eine Gruppe von Āl Bū Falāsah-Stammesmitgliedern der Banū Yās-Konföderation, hauptsächlich Perlenfischer, Abu Dhabi aufgrund eines Rivalitätsstreit und übernahm die Stadt Dubai ohne Widerstand. Von da an wurde Dubai, nach lokalen Maßstäben, ein mächtiger Staat. Zu Beginn stand es häufig im Konflikt mit den Herrschern von Abu Dhabi und den Qawāsim (Al Qasimi), die das Gebiet nördlich von Dubai kontrollierten. Beide versuchten, die Kontrolle zu übernehmen, doch Dubais neue Herrscher bewahrten ihre Unabhängigkeit, indem sie die benachbarten Scheichtümer gegeneinander ausspielten.
Zusammen mit den übrigen ursprünglichen Vertragsstaaten (Trucial States) unterzeichnete das Emirat Dubai mit Großbritannien zuerst (1835) einen maritimen Waffenstillstand und schließlich 1853 den Ewigen Seewaffenstillstand. Die Außenbeziehungen wurden durch das Exklusivabkommen von 1892 unter britische Kontrolle gestellt. Als Großbritannien 1971 schließlich den Persischen Golf verließ, war Dubai eines der Gründungsmitglieder der Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Maktoum-Scheichs von Dubai, anders als ihre Nachbarn, förderten Handel und Gewerbe. Dubai war daher bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Hafen. Viele ausländische Kaufleute (hauptsächlich Inder) ließen sich hier nieder. Bis in die 1930er Jahre war es für Perlenexporte bekannt. In jüngerer Zeit ist Dubai zum wichtigsten Hafen der Region für den Import westlicher Produkte geworden. Die meisten Banken und Versicherungsgesellschaften der Vereinigten Arabischen Emirate haben dort ihren Hauptsitz. Nach der Abwertung der Golfrupie (1966) schloss sich Dubai Qatar an und gründete eine neue Währungseinheit, den Riyal. 1973 wurde der Riyal zugunsten einer nationalen Währung, dem Dirham, aufgegeben. Das Emirat hat freien Goldhandel und es gibt einen lebhaften Schmuggelhandel mit Goldbarren nach Indien, wo der Goldimport eingeschränkt ist.
1966 wurde das Offshore-Ölfeld Fatḥ (Fateh) im Persischen Golf etwa 120 km östlich von Dubai entdeckt. In den 1970er Jahren wurden die „Drei Pyramiden Dubais“, drei 20-stöckige U-Boot-Tanks, die jeweils 500.000 Barrel fassen, auf dem Meeresboden installiert. Dubais geschätzte Ölreserven liegen unter einem Zwanzigstel derjenigen des benachbarten Abu Dhabi, aber die Öleinnahmen in Kombination mit dem florierenden Handel haben Dubai zu einem sehr wohlhabenden Emirat gemacht. Ende der 1970er Jahre wurden mehrere Industrieanlagen gebaut, darunter eine Aluminiumschmelzanlage. Seit Ende der 1980er Jahre hat die Aluminiumproduktion durch mehrere Erweiterungen der Schmelzanlagen stark zugenommen.

Dubai förderte Tourismus, Transport und Industrie. Der Hafen Rashid (ein Tiefwasserhafen, benannt nach dem ehemaligen Emir) wurde 1972 eröffnet, und ein Supertanker-Trockendock wurde 1979 fertiggestellt. Um industrielle Investitionen (primär aus dem Ausland) zu fördern, wurde der Hafen und das Industriezentrum von Jebel Ali Anfang der 1980er Jahre zur Freihandelszone erklärt. Das Projekt zur Überwachung von Port Rashid und Jebel Ali wurde Anfang der 1990er Jahre von der Dubai Ports Authority übernommen, die für diese Aufgabe gegründet wurde. Das Emirat ist durch den internationalen Flughafen und Emirates Airlines, der nationalen Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, global bestens angebunden. Die Fluglinie Emirates wurde Mitte der 1980er Jahre von der Regierung von Dubai gegründet.
